FLAF Retten: Keine Kürzungen bei Kindern!

Ein geteiltes Bild: Links ein lachender Mann im Anzug, auf den Geldscheine herabregnen. Rechts eine Mutter, die mit zwei Kindern einen Gehweg entlanggeht. Dazwischen eine orange Trennlinie. Unten steht groß: „FLAF retten!“.
Bereits 3.730 Menschen haben die Petition unterzeichnet.
Familienbeihilfe, Schulbücher oder Öffi-Tickets für den Weg zur Ausbildung – der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ist für Familien in Österreich eine große Unterstützung [1]. Aktuell wird der FLAF zum Großteil durch die Lohnnebenkosten – also direkt durch Unternehmen – finanziert. Doch die Bundesregierung will diese senken – und so den größten Unternehmen ein Milliardengeschenk machen [2]. Es droht ein Milliardenloch, das wir mit unseren Steuern stopfen müssen [3]. Noch können wir das verhindern. Fordere jetzt Finanzminister Markus Marterbauer auf, eine faire Lösung für die Finanzierung des FLAF zu finden! 

Der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) löst ein Versprechen an uns alle ein: Familie darf nicht vom Geld abhängen. Deswegen zahlen Unternehmen mit den Lohnnebenkosten in den FLAF ein und ermöglichen damit Familienbeihilfe, Geld für Kinderbetreuung, Karenz oder Schulbücher [1]. Das Geld im FLAF ist reserviert für Familien und Kinder – unabhängig davon, wo die Bundesregierung gerade spart.
Die Regierung plant jetzt aber, genau dort zu kürzen: Unternehmen sollen weniger Abgaben leisten, für den Familienlastenausgleichsfonds fehlen so bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich [2]. Ausgeglichen werden soll die Lücke hauptsächlich mit unserem Steuergeld [2]. Während also große Unternehmen von den Maßnahmen profitieren, zahlen wir alle drauf. Im schlimmsten Fall würden Leistungen, wie gratis Schulbücher, wegfallen. Das müssen wir verhindern, bevor es zu spät ist!
Deshalb fordern wir Finanzminister Marterbauer auf: Retten Sie den FLAF und finden Sie eine faire Finanzierung! Unternehmen dürfen nicht Milliardengeschenke bekommen, während Familien draufzahlen müssen. Schließ dich jetzt an und unterzeichne die Petition “FLAF retten”!

Wie könnte eine faire Finanzierung der Lücke im FLAF aussehen?Es gibt viele Möglichkeiten, die Finanzierung des FLAF fairer zu gestalten. Eine Möglichkeit sind vermögensbezogene Steuern, die in Österreich viel niedriger sind als im Rest von Europa. Alleine eine Reichensteuer könnte mehr als 5 Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen bringen. Genug für den FLAF, den Ausbau der Kinderbetreuung oder Maßnahmen für den Klimaschutz [6].

Wer profitiert davon, wenn die Beiträge für den FLAF gesenkt werden?Eigentlich ist der FLAF sehr fair: Die größten Unternehmen wie OMV und Raiffeisen zahlen am meisten in den Fonds ein. Und gewinnen auch am meisten, wenn der FLAF gekürzt wird. Denn bis zu 750 Millionen Euro sparen sich damit die allergrößten Konzerne in Österreich [3, 4]. Im Fonds fehlt das Geld dann und muss von uns allen mit Steuern ausgeglichen werden [4]. Obwohl wir eigentlich sparen sollten. Im schlimmsten Fall würden Leistungen, wie gratis Schulbücher, wegfallen.

Steigen die Löhne, wenn Unternehmen weniger für den FLAF zahlen?Die große Versprechung von ÖVP und Neos ist, dass unsere Gehälter steigen, wenn Unternehmen weniger für den FLAF zahlen müssen [5]. Doch das ist alles andere als gesichert: Schon 2014 wurden die Beiträge für den FLAF reduziert, aber die Gehälter stiegen nicht im selben Ausmaß [5]. Mehr als eine Milliarde Euro haben Unternehmen mit der letzten Senkung bereits geschenkt bekommen – mit dem neuen Plan der Bundesregierung wird das Milliardengeschenk noch größer.

[1] A&W Blog, 22.10.2024: Familienlastenausgleichsfonds und Finanzierung des Sozialstaats
[2] Der Standard, 28.04.2026: Was Sie zum Budget wissen müssen: Die Gewinner und Verlierer im neuen Milliardendeal
[3] Arbeiterkammer Wien: Lohnnebenkosten-Senkung ist trojanisches Pferd für Beschäftigte
[4] Momentum Institut, 23.09.2024: Weniger Lohnnebenkosten heißt: Weniger Leistungen für die Vielen
[5] Momentum Institut, 01.08.2024: Weniger Sozialleistungen ohne Lohnnebenkosten
[6] Momentum Institut, 01.01.2022: Verteilungs-Check Steuerreform 

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