Der ORF gehört uns: Für eine unabhängige ORF-Spitze!

Bereits 9.745 Menschen haben die Petition unterzeichnet.
Parteipolitik, Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung: Kürzlich aufgedeckte Skandale zeigen, was im ORF schief läuft. Die Wahl der neuen ORF-Spitze am 11. Juni ist die Chance auf einen Neustart. Wir Bürger_innen brauchen einen unabhängigen ORF mehr denn je. Aber schon jetzt wollen sich Parteien in die Wahl einmischen [1]. Wir appellieren deshalb dringend an den Stiftungsrat: Die Generaldirektor_innen-Wahl muss transparent sein – es braucht öffentliche Hearings, in denen Kandidat_innen ihre Ideen vorstellen und Fragen von uns Bürger_innen beantworten. Unterzeichne jetzt die Petition!

“Das ist nicht mein ORF”, sagt die amtierende ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher zu den vielen Skandalen rund um den Ex-Generaldirektor Roland Weißmann und einzelne Stiftungsräte im ORF [2]. Jetzt hat der ORF die Gelegenheit, uns Bürger_innen genau das zu beweisen. Am 11. Juni wird der/die nächste_r Generaldirektor_in vom Stiftungsrat gewählt. 

Bislang haben die stärksten Parteien bestimmt, wer diesen wichtigen Posten bekommt. Damit muss Schluss sein – der ORF gehört uns allen. Schließlich finanzieren wir ihn mit der Haushaltsabgabe. Und gerade in Zeiten von Falschinformationen und rechtsextremer Propaganda brauchen wir Bürger_innen auch öffentlich-rechtliche Medien, auf die wir vertrauen können. Deshalb fordern wir den Stiftungsrat dringend auf, die kommende Wahl transparent zu machen und frei von parteipolitischen Interessen zu halten. Es braucht:

  • Qualifizierte und unabhängige Kandidat_innen, statt Partei-Freund_innen. 
  • Öffentliche Hearings mit Platz für Fragen, statt einer Wahl hinter verschlossenen Türen. 

Schon Anfang Juni findet die Wahl statt – viel Zeit bleibt uns also nicht mehr. Wenn sich jetzt viele Menschen unserer Forderung anschließen, zeigen wir dem Stiftungsrat, dass es großes öffentliches Interesse an der kommenden Wahl gibt. Unterzeichne jetzt die Petition: Für eine transparente ORF-Wahl!

Weitere Infos:

Warum ist der_die ORF-Generaldirektor_in so wichtig? 

Der_die ORF-Generaldirektor_in (aktuell Ingrid Thurnher, bestellt bis Ende 2026) führt als Alleingeschäftsführer_in die Geschäfte, vertritt den Konzern rechtlich und trägt die Gesamtverantwortung für Programm und Finanzen [3]. 
Die ZDF-Wahl als Vorbild

In Deutschland zeigen öffentlich-rechtliche Sender wie das ZDF, wie mehr Transparenz gehen kann: Vor wichtigen Führungsentscheidungen stellen sich Kandidat_innen in öffentlichen Hearings vor und beantworten Fragen zu ihren Plänen. Diese Anhörungen sind teils öffentlich einsehbar und ermöglichen Einblick in Qualifikationen und inhaltliche Ausrichtung. Das schafft Nachvollziehbarkeit und Vertrauen, weil Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen fallen. 
Wie läuft die Generaldirektor_innen-Wahl ab?

Mit einfacher Mehrheit in offener Abstimmung im obersten ORF-Gremium Stiftungsrat, also mit 18 Stimmen aus 35. Bei Stimmengleichstand, etwa wegen Enthaltungen, entscheidet die Stimme des Vorsitzenden des Stiftungsrats. Diese Funktion strebt in der Dreierkoalition von ÖVP, SPÖ und NEOS Heinz Lederer (SPÖ) an [3]. 
Was ist der Stiftungsrat?

Der Stiftungsrat ist mit einem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft vergleichbar und ist für die Kontrolle des ORFs zuständig. Er ist verantwortlich für die Bestellung der ORF-General- und Landesdirektor_innen, genehmigt Budgets und ist zuständig für Rechtsgeschäfte. Der Stiftungsrat wird mit jeder Legislaturperiode neu bestimmt. Der Stiftungsrat setzt sich aus 35 Mitgliedern zusammen und ist in politische “Freundeskreise” eingeteilt [4]. 
Was ist der Publikumsrat?

Der Publikumsrat ist die Hörer_innen- und Seher_innen-Vertretung. Er ist dafür zuständig , dass die Interessen des Publikums in all seiner Bandbreite gewahrt werden. Derzeit besteht er aus 30 Mitgliedern. 13 davon kommen aus festgelegten Institutionen wie röm. kath. Kirche, Wirtschaftskammer oder aus dem Gewerkschaftsbund. Die restlichen 17 Mitglieder bestimmt der_die Medienminister_in in Vertretung des Bundeskanzlers – sie müssen aus bestimmten gesellschaftlichen Bereichen kommen (Hochschule, Bildung, Kunst, Sport, etc…) [5]  
Überfällige Gremienreform: Raus mit der Politik aus dem ORF!

Noch haben Parteien und Regierung zu viel Einfluss auf wichtige Postenbesetzungen. Über 33.000 Menschen fordern deshalb Medienminister Andreas Babler und die Regierung auf, eine Gremienreform umzusetzen, um Stiftungs- und Publikumsrat zu entpolitisieren. Für Herbst 2026 hat der Medienminister angekündigt, im ORF die dringende Reform anzugehen [6].
[1] Der Standard, 15.04.2026: Die ÖVP auf der Suche nach Chefin oder Chef für ORF
[2] ORF.at, 23.04.2026: Stiftungsrat: Debatte über Causa Weißmann
[3] diemedien.at: ORF-Generaldirektor:in – Wie wird man ORF-Chef, wer war schon General:in, und was haben sie da gemacht?
[4] der.orf.at: Stiftungsrat: Das Kontrollgremium für den ORF - der.ORF.at
[5] der.orf.at: ORF Publikumsrat - der.ORF.at
[6] Krone, 23.04.2026: Babler will erst im Herbst mit ORF-Reform starten

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